Mittwoch, 21. August 2024

- 20 Tage: Frauchen waren das erste Mal ohne mich am Bodensee

 Hallo liebe Freunde,
in den letzten 20 Tagen ist so viel passiert.
Ich bin nun nicht mehr bei meinen Frauchen in Karlsruhe. So mussten sie ohne mich an den Bodensee fahren. Und dies, obwohl sie schon alles für mich eingepackt hatten. 

 
Wer die letzten Blogbeiträge von Frauchen und mir verpasst hat, und nun nicht genau weiß was passiert ist, kann dies hier noch nachlesen.

Dienstag, 6. August 2024 -5 Tage: Mein neues, ewiges zu Hause! Mir geht es gut hier!

Samstag, 3. August 2024 - 2 Tag: Danke für all die lieben Worte

Freitag, 2. August 2024 -1. Tag: Nach 10 Jahren und 337 Tagen beginnt nun eine neue Zeitrechnung; die Zeit ohne Easy

Ich habe die letzten Tage öfter in meinen kleinen See geschaut und konnte dabei Frauchen zuschauen, was sie gemacht haben.
Ich kann Euch sagen, da habe ich es hier auf meiner Wiese, mit dem Bächlein und See, viel ruhiger gehabt! Bei der Hitze, der letzten Tage, sind Frauchen neue und alte Wege rund um den Bodensee gelaufen. Die wären mit meinem Buggy echt holprig gewesen. Ne ne, da hatte ich es viel besser hier. 

 
Aber ab und zu konnte ich es mir nicht nehmen lassen und habe Frauchen einen Gruß geschickt.
Einmal habe ich es ganz laut Donnern und Blitzen lassen. Wie an dem Tag, als ich in mein neues, ewiges zu Hause zog. Sozusagen mit Pauken und Trompeten habe ich es knallen lassen.
Und am ersten Abend, als Frauchen am See waren, habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen. An dem Abend gab es ein Feuerwerk. Ich dachte mir. ich schicke Frauchen ne ganz große und helle Sternschnuppe vorbei. Die wurde von allen gesehen, die sich das Feuerwerk angeschaut haben. Da haben die Zweibeiner gestaunt - und Frauchen erst.

Nach ein paar Tagen, dachte ich, dass Frauchen wieder mal was von mir hören könnten. Deshalb habe ich einen Regenbogen über den See geschickt. Von der Wasseroberfläche bis zu mir hoch! 

Und dann, als letzter Höhepunkt sozusagen, habe ich mir einen extra Gruß einfallen lassen. Ich habe eine Wolke als Hundekopf geformt und sie zum Sonnenuntergang erstrahlen lassen. Das war gar nicht so leicht. Aber als ich sah, wie Frauchen sich darüber gefreut haben, habe ich mich auch ganz dolle mitgefreut und mit dem Schwanz gewedelt. 

Ich konnte sehen, dass auch Frauchen viel an mich gedacht haben.

 
Sie sind ganz viele Plätze und Wege abgelaufen, an denen ich immer dabei war. Und dann haben sie über mich gesprochen und Erinnerungen ausgetauscht! Es war so schön zu hören, dass Frauchen so tolle Erinnerungen an mich haben. Oft habe ich ihnen ja auch Sorgen gemacht, weil ich viele Krankheiten hatte (von denen merke ich übrigens hier gar nichts mehr). Aber, Frauchen waren deswegen nie böse auf mich. 

( * Erinnerung * ) 

 

( * Erinnerung * ) 
 
( * Erinnerung * )

 
Sie waren ohne mich auf dem "Stand up Board" unterwegs und haben sich daran erinnert, wie ich als mitgefahren bin. Ab und zu bin ich ins Wasser gefallen oder habe am Board gekratzt. Nun waren Frauchen alleine auf dem Board. Aber nicht wirklich lange, denn eine Entenfamilie hat sich zu ihnen gesellt. Ha, ob die Enten sich das auch getraut hätten, wenn ich dabei gewesen wäre? 

(* Erinnerung * )

   

Am Ufer (bei den ganzen Steinen) haben Frauchen noch gewusst, dass ich die Steine immer aus dem Wasser geholt habe. Und, so oft es ging und Frauchen abgelenkt waren, habe ich kleine Krebse und Fische gefressen, die auf dem trockenen Ufer lagen. Aber das sahen sie nicht so gerne und haben es mir als verboten. Auch das wussten sie noch! Sie liefen diese Stellen entlang und haben tatsächlich ne Krebshülle gefunden. Da war ich schon etwas traurig, dass ich nun nicht bei ihnen war! 

( * Erinnerung * ) 

( * Erinnerung * ) 

  

Wenn Frauchen in eine Kirche gingen, haben sie auch immer ein Kerzchen für mich angezündet. Das fand ich schön. Da konnte ich die Flamme beobachten und die Wärme in ihren Herzen spüren.

 

Lach, und soll ich Euch etwas sagen? Frauchen wurden einmal voll nass! Es hat so geregnet an einem Tag. Da musste ich an meinem letzten Bodenseeurlaub mit Frauchen denken! 
Mittwoch, 29. Mai 2024 10 Jahre 273 Tage: Ich bin fast wieder ein junger Hund - zumindest solange ich am Bodensee bin Da wurde ich auch soooo nass! Dieses Mal blieb ich trocken  und Frauchen wurden nass. 

( * Erinnerung * )

 

Und wenn ich schon bei witzigen Erinnerungen bin: könnt Ihr Euch noch an das "Ih-Rehscheiß_Tier" erinnern? Das ist schon lange her.... aber schaut mal, was Frauchen bei einem Spaziergang in den Weinbergen gesehen haben...

Sonntag, 29. Dezember 2013 120. Tag: Wanderung, "Ihh-Rehscheiß"-Tier

Dienstag, 10. Juni 2014 281. Tag: juchuh.. ich hab das "Ihh-Rehscheiße" Tier gesehen!

Ich freue mich für Frauchen, dass sie so eine tolle Zeit am Bodensee hatten. Ich war ihnen dabei die ganze Zeit ganz nahe. Durch das Ablaufen bekannter Wege, das Reden über Erinnerungen, aber auch durch das Erleben von Neuen, konnten sie gut mit der Trauer umgehen. 

 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 

Ich bin Frauchen sehr dankbar, dass ich liebevolle Pfotenabdrücke in ihrem Herzen hinterlassen durfte. 
 

Alles Liebe
Eure Easy 

Dienstag, 6. August 2024

-5 Tage: Mein neues, ewiges zu Hause! Mir geht es gut hier!

   
 

Hallöchen liebe Freunde!
Ich bin umgezogen.
In mein neues, ewiges, zu Hause.

Hier ist es wunderschön! Ich habe schon viele andere Tiere kennen gelernt. Darunter auch ein Merci, Pipiou, Nobody, Streusel, Lady, Quitsch und Fidel.... sie alle durften schon bei meinen Frauchen viele schöne Tage, was sage ich. Jahre verbringen. Es sind zwar keine Hunde aber total liebe Kaninchen und quitschende Meerschweinchen!
Wir haben schon viel zusammen gespielt und uns über Frauchen unterhalten.
Außerdem habe ich auch Beauguard, Imi und Meggie wieder gesehen! Könnt Ihr Euch noch an meine  Hundefreunde von früher erinnern? Wir haben schon einige Streifzüge unternommen und sie haben mir  einiges gezeigt!
   
 
Hier in meinem neuen ewigen zu Hause ist es richtig herrlich. Viele Wiese zum Rennen und ein kleines Bächlein zum Buddeln und Spielen. Die Sonne scheint und ich lasse sie mir auf den Bauch und Rücken scheinen.
Wenn ich in den kleinen See schaue, sehe ich im Wasserspiegel meine Frauchen und kann ihnen zuschauen, was sie gerade machen. Ich sehe dann ihre Gesichter und mein altes zu Hause.

Zur Zeit sehe ich sie  öfter weinen. Sie sind so traurig, dass ich nun nicht mehr mit ihnen kuscheln kann. Aber sie lachen auch viel, wenn sie an mich denken. Und das finde ich viel schöner! Ich sehe Frauchen gerne fröhlich! Und ich mag es, wenn sie alte Geschichten und Erinnerungen von mir erzählen.
  
Ich habe keine Schmerzen mehr, alles ist so toll hier.
Aber manchmal vermisse ich es auch, dass sie mir den Bauch streicheln oder sich an mich kuscheln. Dann kommen Streusel, Merci und all die anderen und kuscheln sich an mich und lecken mir meine Pfötchen.

An diesem tollen Ort werde ich einfach mit den anderen warten, bis Frauchen auch hier her kommen. Bis es soweit ist, schaue ich ihnen zu und berichte Euch, was die Zwei mit Mama und Papa, und all den anderen Leute die ich so kenne, machen,
Wenn ich sehe, dass es Frauchen soweit besser geht, werde ich mich nach und nach zurück ziehen. 

 Eure Easy

Samstag, 3. August 2024

- 2 Tag: Danke für all die lieben Worte

Hallo Freunde! 

Danke an alle für die lieben Worte.
Uns haben, aus alle Richtungen, so liebe Worte erreicht.
Das tut sehr gut.
Von Herzen Dank dafür. 

Wie schrieb Dieter "Ihr seid mit Euch im Reinen" und dies trifft es genau! 
Easy hat es uns leicht gemacht mit der Entscheidung.
Es gab kein Zögern, kein Wenn und Aber oder sonstige Zweifel. 

Sylvie und ich haben für uns beschlossen:
wir wollen um Easy trauern, aber nicht in der Trauer versinken.

Easy hat uns so viel Freude ins Leben gebracht.
Sie selbst war immer freudig drauf. 
 Es würde ihr einfach nicht gerecht werden, wenn wir nun ganz in Trauer versinken und nichts Schönes mehr sehen würden. 

Wir wollen über sie reden.
Sie war fast 11 Jahre lang ein Teil von uns.
 Nur weil sie nun nicht mehr da ist, wollen wir sie nicht "totschweigen".  

Wir lassen Tränen zu, wenn es um unser Herz schwer wird, weil die Erinnerung weh tut und wir sie vermissen.
Wir lassen aber genau so auch Lachen zu, wenn wir an witzige Erinnerungen mit unserem Tollpatschhund denken. 

Dies ist unsere Art zu trauern. 

Danke an Euch alle! 
Eure Sylvie und Dani


Dieser Post bezieht sich auf die Ereignisse vom 01.08.24.
 Dies ist hier --> " Freitag, 2. August 2024

Freitag, 2. August 2024

-1. Tag: Nach 10 Jahren und 337 Tagen beginnt nun eine neue Zeitrechnung; die Zeit ohne Easy

Triggerwarnung:
 In diesem Blogbeitrag geht es um Easys Tod. Ich werde erzählen, wie der Tag gestern abgelaufen ist und was uns bewegt.
Wer mit dem Thema Tod, Sterben, Einschläfern ect. Probleme hat, sollte den Beitrag nicht oder nur mit Vorsicht lesen: 


Hallo Freunde,
der heutige Blogbeitrag wird eine Ausnahme sein.
Denn diesen Beitrag schreibt "nicht Easy", sondern ich, als ihr Frauchen. 

Am 1. August 2024 mussten wir uns von Easy trennen.
Nachdem ich bisher im Blogtitel die Tage seit Easys Ankunft bei uns gezählt habe (10 Jahre, 337 Tage)  beginnt nun eine neue Zeitrechnung. Nämlich die Tage, seit Easy uns verlassen hat.
Der heutige Tag ist somit -1

Ich möchte Euch einfach etwas von dem Tag gestern erzählen. 
Viele haben es über Facebook und Whats App schon mitbekommen. Wir mussten Easy gestern einschläfern lassen. 
Und obwohl uns allen klar war, dass Easy alt und krank war und es zu Ende geht, war es gestern dann doch sehr plötzlich. 

Die Morgengassirunde war völlig normal. Sie hat geschnuppert, ist voraus gelaufen.
Ja, Easy war richtig gut drauf. So wie die letzten Tage auch.
Selbst die Hitze hat ihr nichts ausgemacht.
Sie hat gut (nein, sehr gut) gefressen, ist für ihre Verhältnisse gut gelaufen, hat geschnarcht beim Schlafen. Also wirklich alles normal.
Somit haben Sylvie und ich auch schon ihren Koffer gepackt für an den Bodensee. Der Sommerurlaub steht kurz bevor und so gut wie Easy in der letzten Zeit drauf war, war es keine Frage: sie kommt noch mal mit! 

 

Gestern kam dann aber alles ganz anders. 
Sylvie war die Woche über wegen Krankheit zu Hause. So war sie gestern auch bei Easy. Nach der Morgengassirunde legte sich Easy aufs Sofa und schlief ein.
Sylvie setzte sich zu ihr. 
Irgendwann merkte Sylvie, dass Easys Augen sich unkontrolliert hin und her bewegen.
Zuerst dachte sie, dass Easy träumt. Wer schon mal Hunde träumen gesehen hat, der weiß, dass sich Pfoten bewegen, ein leises "wuff" kommt und auch die Augen in Bewegung sind.

Irgendwas (ca. um 8.30 Uhr) kam Sylvie komisch vor und sie wollte Easy sachte wecken. Doch Easy wurde nicht wach und ihr Körper begann zu krampfen und zucken. 
Ohne lange zu überlegen packte Sylvie Easy in den Buggy und ging los zu Dr. Illmer unserer Tierärztin. Unterwegs rief sie mich in der Arbeit an. 
Ich danke allen Kollegen/Kolleginnen, dass ich sofort alles stehen und liegen lassen konnte. Meine Kollegen haben alle meine Dienste/Aufgaben sofort übernommen und ich konnte einfach losrennen.
Unterwegs traf ich dann Sylvie und Easy im Buggy.

Easy krampfte immer noch und auch ihre Augen wanderten hin und her. Der Zustand hatte sich nicht verbessert. Wir liefen zum Tierarzt und waren kaum 10 Minuten später da. 
Die Sprechstundenhilfe hat uns sofort durchgewunken.

Dr. Illmer legte Easy einen Zugang, was gar nicht so einfach war. Zum Einen da Easy eh schlechte Venen hatte und es schon immer schwierig war Zugänge zu legen. Und eben auch, weil sie zuckte.
Sie gab Easy erst mal Morphin, damit sie sich entspannen konnte. Aber selbst nach der zweiten Dosis hatte Easy immer noch Verkrampfungen.

Zuerst war die Überlegung ob Easy das "Vestibularsyndrom" (Drehschwindel) hat. Dies haben gerade ältere Hunde häufiger. Aber eigentlich konnte man es fast ausschließen, nachdem Easy immer noch nicht auf die Medikamente reagierte. 
Im Nachhinein tippen wir auf einen Schlaganfall oder so.
Letztlich ist es uns auch nicht so wichtig zu wissen, was genau es nun war. Bei all den Krankheiten die Easy hatte und bei ihrem Alter, war dies nur das Tüpfchen auf dem "i".

Wir ließen Easy gehen. Wir waren beide bei ihr.  Wir denken, sie hat schon zu Hause kaum noch was mitbekommen. Sie ist auf dem Sofa, neben Sylvie eingeschlafen und hat danach kaum noch was mitbekommen. Es ging also alles sehr schnell.

Dafür Danken wir Easy. Sylvie war bei ihr um es zu merken, ich konnte gleich von der Arbeit los, Dr. Illmer hatte offen und konnte gleich behandeln. Danke Easy, für diese "gute Planung".

Als wir uns auf dem Heimweg machten (Easy schön eingekuschelt im Buggy liegend), rief Sylvie gleich bei der Hundebestattung von "Rosengarten" an. Wir konnten sofort vorbei kommen. Auch dies hat also alles reibungslos geklappt.
Als wir dort ankamen, war schon ein Bettchen in einem extra Raum für Easy gerichtet, Kerzen brannten, wir hatten noch mal Zeit für uns. 
Danach besprachen wir die Einzelheiten (Einzeleinäscherung, Urne, Erinnerungsschmuck...).

Tja, und kaum zwei Stunden später war "alles vorbei". Easy war weg.

Den ganzen Tag über flossen immer wieder Tränen. 
Tränen der Trauer
Tränen, dass Easy den Zeitpunkt so gewählt hatte, dass wir beide da waren
Tränen der Dankbarkeit
Tränen der Erinnerung

Sylvie und ich fingen dann auch gleich an, Easys Sachen zu sortieren und aufzuräumen.
Jeder trauert anders - und jede Art des Trauern ist richtig und wichtig. 
Manche werden es sicher nicht verstehen, wenn ich nun sage, dass wir gleich die Easy Sachen weggeräumt haben. Das ist auch o.k. Aber für uns war es ein wichtiger Schritt um Abschied zu nehmen.

Während wir so werkelten, begann es draußen kräftig zu donnern und zu gewittern. 
Unser Gedanke war: Easy wird mit Pauken und Trompeten im Himmel empfangen. Sie feiert da oben gerade eine Party, dass es nur so kracht. Meggie, Beauguard, Imy, Streusel, Lady, Merci, Pipiou... alle feiern kräftig mit! 

Wir machten zwei Kisten. Eine mit Sachen, die immer bei uns bleiben werden.
Und eine Kiste mit Sachen für den Tierschutz. Andere Hunde sollen Easys Sachen in Ehren halten.
Nun ja, aus der "einen Kiste" für den Tierschutz, wurde ein ganzer Berg an Kisten und Sachen.
Was sich in fast 11 Jahren alles so ansammeln kann.
Von Leinen über Mäntelchen, über Schutzeinlagen und Windeln, bis hin zu Handtücher, Körbchen, Medikamenten, Rampen, Buggy usw.

 
 
  
Eine gute Freundin, welche für den Tierschutz arbeitet, kam dann auch noch gestern Abend gleich vorbei und holte die Sachen ab. Wir danken ihr von Herzen, dass sie so spontan Zeit hatte um gleich zu kommen. Und wir vertrauen ihr zu 100%, dass sie die Sachen aufteilt und genau dort hin gibt, wo sie am nötigsten gebraucht werden. Und, wer weiß, evtl. ist auch etwas für Lola (ihren Hund) dabei? Lola ist auch schon älter und kann vielleicht die Treppe oder so gebrauchen? Das wäre doch schön.

Als wir das letzte Körbchen von Easy aus dem Flur räumten fanden wir ein kleines Glitzerherz darunter. Keine Ahnung woher und wann das mal dahin kam.  Es lag die ganze Zeit unter ihrem Lieblingskörbchen. 
Einen schöneren Gruß hätte uns Easy nicht da lassen können.


Die erste Nacht ohne Easy ist nun vorbei. Die Wohnung ist leerer. Easys Anwesenheit fehlt. Aber auch die Plätze an denen Körbchen und Napf standen sind nun so groß und kahl.

Wie geht es nun hier weiter? Mit dem Blog?
Der Blog wird bestehen bleiben. Und ich bin mir sicher, dass  Easy sich doch noch ab und zu melden wird. Wenn sie uns von ihrem Hundehimmel aus beobachtet und sieht was wir machen, dann wird sie  sich sicher mal zu Wort melden. 
Wer weiß, in ferner Zukunft wird es dann ruhiger hier werden. Dann, wenn Easy merkt, dass wir es überwunden haben und sie uns alleine lassen kann.
Aber bis dorthin ist sie noch immer bei uns.

Wir danken Easy, unseren Eltern und unserer Familie, Dr. Illmer und ihrem Team, Syl vie und Lola, unseren Freunden, Kollegen, Chris von EDV Lösungen, dem Rosengartenteam und allen Bloglesern für 10 Jahre und 337 Tage voller Easy Power.  

Easy hat uns mehr gelehrt, als es wir es je zu hoffen und denken wagte.
Sie hat anderen die Angst vor Hunden genommen und hat uns lachen lassen. Sie hat dafür gesorgt, dass sich selbst Zwillinge noch weniger streiten als sie es eh schon tun. 

So schnell und einfach wie sie in unser Leben kam, so schnell und einfach ging sie auch wieder.
Einfach Easy halt.  Sie hat ihren eigenen Kreis geschlossen.

Easy hat all ihren Krankheiten gezeigt, was es heißt, zu kämpfen,
Und Easy hat alle ihre Krankheiten besiegt! Sie hat uns gezeigt, was es heißt zu altern und dabei  auch noch Spaß zu haben. 

Und, nein, ich werde hier, in diesem Beitrag, ganz bewusst kein Foto von Easy posten!
Auch kein schwarz weiß Foto oder eines mit Flügel oder so!
Denn, wenn Ihr Easy sehen wollt, dann scrollt durch diesen/ihren Blog. Sie hat Euch allen so viel in den 10 Jahren erzählt! Schaut es Euch an! Sucht Euch selbst Fotos in den ganzen Blogbeiträgen, die Ihr sehen wollt! 
Ich würde mich freuen, wenn Ihr dies tut. Klickt quer durch den Blog, gebt irgendeinen Suchbegriff ein und schaut was Euch angezeigt wird.
Klickt auf ein Wort im Stichwortverzeichnis und lasst Euch überraschen was Easy Euch dazu zu erzählen hatte.

Easy lebt in unseren Herzen! Für immer! 

Eure Dani und Sylvie 

Samstag, 13. Juli 2024

10 Jahre 318 Tage: Eine Notfalltasche, wenn es mal schnell gehen muss

 

Hallo Freunde,
hier bin ich mal wieder. Ihr habt länger nichts mehr von mir gehört. Aber, wie das im Alter so ist, man wird ja ruhiger und freut sich über Ruhe und ein kuschliges Bettchen. Mehr braucht es da gar nicht mehr. Vor allem die letzten Tage, an denen es doch ziemlich heiß war.
Früher hat mir die Hitze nichts ausgemacht - heute bin ich da etwas empfindlicher. 

Tja, und da nun meine Wehwehchen immer öfter mal zum Tragen kommen, mussten sich Frauchen etwas einfallen lassen.
In den letzten Wochen kam es immer mal wieder vor, dass ich nachts oder am Wochenende (eben immer dann, wenn kein regulärer Tierarzt auf hat) kleine "Katastrophen" hatte bzw. auch selbst verursachte. 

Letztens dachte ich ich wäre noch Jung (oder könnte fliegen wie Supergirl). Ich habe Anlauf genommen und bin aus dem Bett (über die Bettgitter!) gesprungen. Nun ja, ich landete auf der Nase und hatte Nasenbluten. Frauchen wussten erst gar nicht, ob es von der Nase kam, von den Zähnen oder woher. Das war ein Schreckmoment. Zum Glück ging alles gut und es hat bald aufgehört zu bluten. Aber es hätte auch anders Enden können.

Dann hatte ich nachts mal einen "Anfall". Da war ich wie "abwesend". Hatte Probleme zu stehen. Frauchen sagten, ich hätte mich ganz komisch verhalten. Sie nahmen mich in den Arm und redeten leise mit mir. Nach kurzer Zeit ging es dann wieder. 

Tja, und gestern Abend war es dann so, dass mir mein linkes Hinterbein nicht mehr gehorchen wollte. Ich weiß nicht, ob es nur eingeschlafen war, ich einen Krampf hatte oder ein Nerv eingeklemmt war. Das war ganz komisch. Frauchen haben mich aber wieder beruhigt und auch dies ging nach kurzer Zeit wieder weg und ich konnte nach Futter hüpfen wie in jungen Jahren.

Bei all den Sachen waren Frauchen immer am Überlegen mit mir in die Notfallklinik zu fahren. Sie haben angefangen schnell Sachen zusammen zu suchen. Zum Glück war es dann als doch nicht nötig und der Tierarztbesuch konnte warten, bis die regulären Öffnungszeiten waren.

Aber nun haben Frauchen eben eine "Notfalltasche" gepackt, wenn es mal schnell gehen muss. Damit sie nicht jedes Mal anfangen müssen neu alles zusammen zu suchen. 

 

In die Tasche haben Frauchen allerlei Sachen gepackt, die im Notfall wichtig sind.
Als allererstes : meine Auflistung der Krankheiten und welche Medikamente ich regelmäßig nehme!


Dann noch eine Kuscheldecke von mir, die nach Frauchen riecht (extra in eine Tüte eingepackt, damit der Geruch länger anhält). Falls ich mal in der Klinik bleiben muss, oder ich eingekuschelt werde. So habe  ich immer Frauchens Duft bei mir und fühle mich nicht alleine oder fremd.
Außerdem, für Frauchen Handys Powerbanks und Ladekabel. Damit sie immer genug Akku auf ihrem Handy haben, um Hilfe zu rufen oder ihre Mama und Papa informieren können.

  
Ein Stadtplan vom Wohnort und der Umgebung. Frauchen nutzen zwar auch Google, Googlemaps usw. ... Aber manchmal ist es ganz gut, wenn das Handy keinen Empfang hat, dass man noch nachschauen kann wo man hin muss. 
Auch eine Taschenlampe ist wichtig, um den Stadtplan zu lesen, wenn es dunkel ist. Leider ist es ja so, dass ich meistens spät abends oder nachts diese Notfälle habe. Aber auch um zu schauen, wie es mir geht, wenn ich z.B. im dunkeln Auto sitze oder eine Verletzung habe. 
   
Dann natürlich ein paar Leckerli für mich und für Frauchen. Man weiß ja nie, wie lange es dauert. Etwas Nervennahrung ist  dann wichtig. Oder auch etwas zu trinken, bzw. können Frauchen das Wasser auch zum Spülen oder Säubern einer Wunde nehmen. 
 
Und Taschentücher.... Je nachdem was ist, kann es auch emotional werden. Oder auch um etwas aufzuwischen, falls mir etwas daneben geht.
Und dazu eben auch Kotbeutel. Für den Abfall rein oder  für meine Hinterlassenschaften. Auch können Frauchen dort Wasser reinfüllen und den Beutel dann  als Kühlpad nutzen. 
 
So, das war alles. So Sachen wie Handy, Schlüssel und Geldbeutel haben Frauchen dann in ihrer alltäglichen Handtasche dabei. Dies ist nur die gerichtete Notfalltasche, wenn es schnell zum Tierarzt gehen muss. 
Frauchen, und ich, hoffen zwar, dass wir diese Tasche nie brauchen werden. Aber es gibt etwas Sicherheit, zu wissen, dass sie griffbereit ist. 
Gerade wenn es schnell gehen muss und Frauchen im Kopf eher bei mir sind, als bei den Sachen, die sie mitnehmen müssen. 

Als kleinen Abschluss für diesen Blogbeitrag: Ihr habt es sicher schon bemerkt - oder eher besser nicht bemerkt! Abload, mein alter Fotohoster hat seinen Dienst  eingestellt. Dennoch sind alle Fotos zu sehen! Die Fotorettung und Übertragung hat also funktioniert. Nichts ist verloren gegangen.
(Wer gerade nicht genau weiß, wovon ich rede, kann gerne noch mal in diesem Blogbeitrag nachschauen. Da habe ich es erklärt: Sonntag, 2. Juni 2024 - 10 Jahre 277 Tage: Noch mehr Regen! Ich bin tapfer und gehe trotzdem Gassi).
Frauchen und ich sind sehr erleichtert, dass dies alles ohne Fotoverluste ging.

Dies war es dann auch schon für heute. Ich melde mich wieder, wenn es Neuigkeiten gibt.
Eure Easy